Hundeschule im Revier

Hi! Ich bin der Pit.

 

Ich stell mich mal kurz vor, damit ihr auch wisst, wer euch schreibt:

Ich, der Pit, bin im zarten Alter von 8 Wochen am 25. Dezember 2006 als echter Neu-Wessi-Schmuseweiler - ähm, Rottweiler, wollte ich sagen - aus Sachsen-Anhalt nach Gevelsberg gekommen.

 

Auf der Fahrt in mein neues Zuhause durfte ich auf dem Schoß meiner neuen Menschin sitzen. Das war toll. Trotzdem musste ich unterwegs gleich mal was "los" werden - meine erste große Fahrt war einfach zu aufregend..

 

 

Irgendwann abends, wenn kleine Hunde längst schlafen sollten, kamen wir in meinem neuen Zuhause an. Da warteten als Überraschung einige besonders seltsame Hausgenossen auf mich - sogenannte "Katzen", wie ich dann erfuhr.

 

Schon damals waren die possierlichen Tierchen noch kleiner als ich - und außerdem machten die sehr komische Geräusche und sie konnten Zimmerbäume hoch laufen. Häää - wo gibt’s denn sowas?

 

Aber dann musste ich auch schon wieder ganz dringend und habe "kurzer Pfoten" in den überdachten Hallen der neuen Hundehöhle fix mal (ihr wisst schon was) gemacht.

 

Meine Menschen hatte ich in kürzester Zeit angelernt, unverzüglich die Terrassentür zu öffnen, wenn ich dringenden Geschäften nachgehen musste… auch nachts. Respekt, meine Menschen waren wirklich gelehrig. Zu Spitzenzeiten waren das so 5 bis 6 Nachtwanderungen in den Garten. Meine Menschin hat mich auf den Arm genommen - und mein Mensch hat sämtliche Türen in Windeseile geöffnet und… Aahhh, Erleichterung im winterlichen Grünzeug.

 

Zu meinem ersten Silvester haben wir Besuch bekommen von einer großen Artgenossin. Wir zwei haben so getobt, da bin ich glatt die Kellertreppe runtergefallen… Und habe diese Treppe bis heute nie wieder betreten. Ihr seht, auch ich lerne schnell und gründlich.

 

 

Mit 12 Wochen wurde ich in die Welpenschule im Tierheim Bochum eingeschult.  Das hat Spaß gemacht. Am liebsten war ich bei den Menschen, die mich viel streichelten. Meine frühen Kindertage waren so richtig schön. Mit meinen Menschen konnte ich tun und lassen was ich wollte: Jacken zerfetzen, Bücher ‚lesen', Socken und Schuhe umstylen, Vögeln hinterher jagen, Ohren auf Durchzug stellen und - dem Tierarzt und meinen Menschen alle meine Milchzähne zeigen, wenn mir was nicht passte... Mein Lieblingsplatz war der Rücksitz vom Auto. Da konnte ich RICHTIG fuchtig werden, wenn man mich da raus heben wollte.

 

 

Dann kam Irmhild. Mein süßestes Rotti-Gesicht - und ich habe mir echt Mühe gegeben - zog nicht mehr. Ich sei ein "Schnöselchen" und noch viel zu jung - sogar viiiel zu jung - um den Junior-Chef zu spielen, meinte sie.  

 

Ich musste lernen, dass  der Tierarzt und meine Menschen mit ihren Sachen keine Kauknochen sind.

Vögel, Bälle, Katzen waren tabu; Ohren auf Durchzug...? Ging alles nicht mehr.

 

Es kam noch „schlimmer“ ;-): Als ich 5 Monate alt war, zog die 12 ½ Jahre alte Rotti-Dame Assi bei uns ein. Leute, ich sage euch, die war in der Erziehung nicht zimperlich. Aber ich gebe zu: Auch meine geliebte Tante Assi war immer fair.

 

Meinen Wesenstest habe ich mit 15 Monaten bravourös bestanden. Dank Irmhild darf ich seitdem ohne Leine und Maulkorb laufen. Ach, übrigens: Irmhild und ich, wir mochten und mögen uns sehr, damals wie heute. Sie sagt immer, ich sei der tollste Rotti unter der Sonne. Bei aller Bescheidenheit: Da hat sie zweifellos recht.

 

Als Tante Assi mit 13 Jahren starb, kam Lady zu uns. Ihr kennt sie ja schon, da muss ich nicht viel erzählen. Mit Lady bin ich erwachsen geworden und: Wir hatten eine wunderbare Zeit. Sogar nachdem Tante Lady zuletzt als ganz alte Dame nur noch 3 Beine hatte, haben wir noch begeistert gespielt und getobt.

 

 

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